Institutionelles Schutzkonzept

jede Gemeinde ist nach der Präventionsordnung des Bistums Hildesheim verpflichtet, ein Institutionelles Schutzkonzept zu erstellen, um Kinder und Jugendliche vor körperlicher, sexualisierter und seelischer Gewalt zu schützen. In Zusammenarbeit der vier Pfarrgemeinden des Pastoralbereiches Hannover Süd ist das Schutzkonzept nun vollendet und beschlossen worden. Es muss nun in der Gemeinde bekannt gemacht werden und Ansprechpartner für sexuelle Missbrauchsfälle benannt werden.

 

Als christliche Gemeinde tragen wir eine besondere Verantwortung für alle Menschen, insbesondere für das Wohl von Kindern und Jugendlichen, die sich in gutem Glauben unserem Handeln anvertrauen und einen sicheren Raum suchen, in dem sie ihre Persönlichkeit, ihren Glauben sowie ihre Fähigkeiten und Begabungen entfalten können.

w e i t e r l e s e n - Institutionelles Schutzkonzept

Aus diesem Grund ist uns der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie hilfsbedürftigen Erwachsenen vor körperlicher, sexualisierter und seelischer Gewalt eine Angelegenheit, die uns am Herzen liegt.

Einen wesentlichen Bestandteil der Präventionsarbeit im Pastoralbereich bildet das gemeinsame Schutzkonzept der Pfarrgemeinden St. Oliver, St. Bernward, Hl. Engel und St. Augustinus, das folgende Punkte eindeutig definiert und festlegt:

·         Die Haltung, die unserer Kinder- und Jugendarbeit zu Grunde liegt (Wertschätzung, Respekt, angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz),

·         Verhaltenscodex mit klaren, spezifischen Regeln, die alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift verbindlich anerkennen,

·         Beschwerdewege und Ansprechpersonen.

Kinder, die sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind, geben ihrer Umwelt bewusst oder unbewusst Zeichen und signalisieren, dass sie in Not sind. Deshalb ist es in der Kinder- und Jugendarbeit von zentraler Bedeutung, aufmerksam hinzuschauen und sich im Verdachtsfall Hilfe zu holen und zu handeln. Das Wichtigste im Gespräch mit Betroffenen ist, den Opfern Glauben zu schenken und sie nicht wieder in eine Spirale der Ohnmacht, Sprachlosigkeit, Angst und Scham zurückzuschicken.

Jeder Einzelne in der Gemeinde kann dazu beitragen, dass sich Kinder und Jugendliche in unserer Kirche wohlfühlen und sich in Not anvertrauen, durch:

·         eine Kultur der Achtsamkeit,

·         grenzachtenden, respektvollen Umgang,

·         Teilnahme an regelmäßigen Schulungen/Auffrischungen.

Als Präventionsteam sind wir überzeugt, dass Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema „Schutz vor sexuellem Missbrauch und grenzachtender Umgang mit Kindern“ durch Fortbildungen ein wesentliches Qualitätsmerkmerkmal darstellt. Daher müssen alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die in unserer Kirchengemeinde arbeiten, in Zukunft regelmäßig geschult werden und eine Selbstauskunftserklärung unterzeichnen. Je nach Aufgabengebiet kann auch das Vorlegen des erweiterten Führungszeugnisses erforderlich sein.

Das mag vielleicht als lästige Maßnahme empfunden werden, ist aber zum Wohl der Kinder und Jugendlichen in unserer Gemeinde.

Claudia Weske  

Präventionsfachkraft

Arbeitskreis Prävention St. Augustinus

Das Schutzkonzept kann im Pfarrbüro eingesehen werden und ist unter folgendem Link zu finden