Ministrantenfahrt Rom 2021

Ministranten erkunden Rom

Vom 18. bis 23. Oktober 2021 flogen neun Ministranten aus Hemmingen, Pattensen und Ricklingen in die ewige Stadt Rom. In Begleitung von Pastor Christoph Müller und fünf Betreuern der Gemeinde St. Augustinus begaben sich die Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren auf eine unvergessliche Entdeckungsreise in die Welt der Römer, des Vatikan und der lebendigen Mentalität der Italiener.

Fotos: Claudia Weske (10), Christian Weske (9) und Rolf Straube (1)

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Das erste beeindruckende Erlebnis der Fahrt bildete der Besuch des imposanten Petersdomes. Bereits auf dem riesigen Platz vor der Basilika waren wir überwältigt vom Anblick des Obelisken, der Petersdom-Kuppel und den gewaltigen Kolonnaden zu beiden Seiten. Nachdem wir zahlreiche Sicherheitsschleusen und Kontrollen durchschritten hatten, betraten wir den Petersdom und waren ergriffen von der Größe und Schönheit des historischen Bauwerkes, den zahlreichen Gemälden, Skulpturen und Wandmalereien. Eine stimmungsvolle und unvergessliche Erfahrung für alle Beteiligten war die liturgische Andacht, die Pastor Christoph Müller in einer kleinen Kapelle in den Grotten unter der Kathedrale mit uns feierte.

Ein weiterer, einmaliger Höhepunkt war die Generalaudienz von Papst Franziskus im Empfangssaal des Vatikan, an der wir gemeinsam mit tausenden von Zuschauern und Touristen aus Europa und der ganzen Welt teilnahmen. Dort erlebten wir den Papst ohne Berührungsängste, als unerwartet ein Junge die Bühne betrat, ihm die Hände schüttelte und seine Kopfbedeckung berührte. Gelassen und lächelnd scherzte der Pontifex mit dem Bub und lud ihn ein, neben ihm zu sitzen.

Am nächsten Tag besuchten wir die imposante Ruine des Kolosseums und besichtigten dort die zerfallene Arena, auf deren Tribünen einst bis zu 65.000 Schaulustige Platz fanden. Anschließend schlenderten wir über das Forum Romanum mit seinen über 2000 Jahre alten Tempeln, Säulen und Triumpfbögen. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt wie z.B. Trevibrunnen, Piazza Navona, Pantheon, Spanische Treppe, Circus Maximus und die Kirche „St. Paul vor den Mauern“ erkundeten wir tapfer zu Fuß, mit Bus oder Bahn.

Bei einem Rundgang durch die Domitilla-Katakomben wandelten wir beklommen durch einen Teil der kilometerlangen unterirdischen Grabtunnel, in deren Wände zahlreiche Begräbniskammern eingelassen und mit frühchristlichen Symbolen des Lebens und der Auferstehung verziert waren.

Am Abend besuchten wir die christliche Gemeinschaft Sant’Egidio in Trastevere, die ein Netzwerk von Mitgliedern und Ehrenamtlichen in 70 Ländern der Welt unterhält und sich für Frieden und Menschen am Rande der Gesellschaft einsetzt. Pastor Christoph Müller hatte diese Begegnung organisiert, an der auch eine Gruppe von schweizer Jugendlichen in der Firmvorbereitung teilnahm. Zum Abschluss feierten wir gemeinsam mit der Gemeinschaft eine stimmungsvolle Andacht mit Chorälen in der prachtvollen Basilika „Santa Maria in Trastevere“, der ältesten Marienkirche Roms. 

Für ein wenig Abwechslung vom Kulturprogramm sorgte ein Ausflug in den herrlichen Park der Villa Borghese. Neben prächtigen Grünflächen, Brunnen mit Wasserspielen und barocken Statuen gab es dort die Möglichkeit, Fahrräder, Segways, Skates oder andere Transportmittel auszuleihen. So erkundeten wir ganz sportlich mit Go-Karts einen Teil der weitläufigen Parkanlage und unternahmen auf einem See eine vergnügliche Bootstour mit einem Ruderboot. Absolute Hingucker waren die Wasserschildkröten und der klassische Tempel auf der kleinen Insel im See.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Rom besuchten wir das interaktive Museum „Leonardo da Vinci Experience“, das sich in der Nähe des Vatikan befindet. Dort kann man nicht nur Bilder des Künstlers sehen, sondern vor allem seine Ideen, Maschinen und Erfindungen anfassen, bewegen und ausprobieren. So staunten wir z. B über verschiedene mechanische Hebevorrichtungen oder Zahnräder, die anhand von Skizzen des italienischen Meisters angefertigt worden sind. Das Spiegelkabinett ist ein absolutes, spannendes Highlight des Museums, da man sich dort anhand von 8 Spiegeln von allen Seiten beobachten kann, ohne den eigenen Kopf zu verdrehen.

Zum Abschluss unserer Romreise zog es uns noch einmal zum Petersdom zurück, um die Treppe zur gigantischen Kuppel der Basilika zu bezwingen. Klaglos und beherzt erklommen wir die 551 Stufen bis zur Spitze und wurden mit einem atemberaubenden Blick über den Vatikan belohnt. Dort nahmen wir wehmütig Abschied von der geschäftigen und lebhaften Stadt.

Das Fazit der Ministranten: Rom ist sehr beeindruckend und anstrengend, aber auf jeden Fall eine Reise wert.

Claudia Weske