St. Maria in Pattensen

Historische Entwicklung

1254-1542 war Pattensen ein Archidiakonat (Sendgerichtsort) des Bistums Minden, zu dem auch die Kirchen Hannovers gehörten. Pattensen hatte damit bis zur Reformation eine größere Bedeutung als die heutige Landeshauptstadt.

Die katholischen Familien wurden vor dem 2. Weltkrieg von der Pfarrei Ruthe bei Sarstedt betreut. Viele Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten und Evakuierte aus dem Aachener Raum kamen nach 1945 nach Pattensen, die Gemeinde St. Maria entstand. Sie setzt sich aus den Ortschaften Pattensen, Harkenbleck, Hiddestorf, Hüpede, Koldingen, Oerie, Ohlendorf, Reden und Vardegötzen-Thiedenwiese zusammen.

1944 Dr. Adolf Gatzweiler, ein Aachener Franziskanerpater, ist der erste katholische Seelsorger in Pattensen. Viele Jahre lang kann die Gemeinde in der evangelischen St.-Lucas-Kirche Gottesdienste feiern.

1949 übernimmt Pfarrer Guido Kalka die Gemeinde.

1950 Erwerb des Grundstückes Ostlandplatz, auf dem die heutige St. Maria-Kirche steht.

1952 Baubeginn der Kirche

1953 Bischof J. G. Machens konsekriert am 15.03. die Kirche St. Maria. 1400 Katholiken zählen bereits zur Gemeinde.

1957 Pattensen wird von der Mutterkirche Ruthe abgetrennt und selbstständige Kirchengemeinde; das Gemeindezentrum entwickelt sich; Pfarrhaus und Gruppenräume werden eingeweiht.

1963 verstirbt Pfarrer Guido Kalka und wird auf dem Pattenser Friedhof beigesetzt.

1964 Pfarrer Franz Laurich kommt nach Pattensen und verlässt 1967 aus gesundheitlichen Gründen die Gemeinde.

1967 Pfarrer Christian Straub wird neuer Seelsorger in Pattensen. Pfarrheim, Pfarrhaus und Pfarrbüro werden erweitert.

1968 Frau Friedel Goormann übernimmt Sekretariatsarbeiten und wird 1972 offiziell als Pfarrsekretärin eingestellt.

1970 St. Maria wird selbstständige Pfarrei.

1976 Die Kirche wird umfassend renoviert. Während der Arbeiten werden die Gottesdienste in der evangelischen St. Lucas-Kirche gefeiert.

1978 Pfarrer Christian Straub wird nach Sorsum bei Hildesheim versetzt. Pfarrer Adolf Pohner wird zum neuen Gemeindepfarrer bestellt. Seit dieser Zeit nehmen in der Gemeinde die Aktivitäten zu. Viele Gruppen werden gegründet. Eine erneute Erweiterung des Pfarrheimes wird notwendig.

1985 Das neue, vergrößerte Pfarrheim wird eingeweiht.

1986 Frau Regina Griesmayr wird hauptamtliche Gemeindereferentin.

1987 Die Pfarrkirche erhält ein neues Glockengeläut.

1989 Pfarrer Adolf Pohner wird verabschiedet und übernimmt das Amt des Erwachsenenseelsorgers in der Diözese Hildesheim.
Es beginnt eine Vakanzzeit. Die Gemeinde wird von Pater Jan Peeters aus Schulenburg und Dechant Klaus Funke aus Hannover-Mühlenberg betreut. Pater Jan Peeters hat bereits über viele Jahre durch Urlaubsvertretung eine enge Bindung zu der Gemeinde.

1990 Einweihung der neuen Orgel (19 Register: 2 Manuale und Pedal).
Pastor Uwe Schaefers übernimmt am 1. August die seelsorgerische Leitung der inzwischen stattlichen Gemeinde von fast 2.000 Katholiken.

1993 Pastor Uwe Schaefers wird offiziell zum Pfarrer der Gemeinde ernannt.
Frau Friedel Goormann wird in den Ruhestand verabschiedet. Frau Angelika Jendritzki übernimmt die Aufgaben im Pfarrbüro.

1995 Pastor Uwe Schaefers wird nach Salzgitter versetzt.
Pater Gerhard Heun wird als neuer Pfarrer bestellt und bleibt weiterhin Pfarrer der Johannes-Bosco-Gemeinde in Hemmingen.
Wegen des großen Priestermangels werden in der Diözese Seelsorgeeinheiten gebildet.
Kurt Hennig nimmt das Amt des Diakons in der Gemeinde wahr.

1996 Hemmingen - St. Johannes-Bosco, Ricklingen - St. Augustinus und Pattensen - St. Maria bilden eine Seelsorgeinheit mit ca. 7000 Katholiken.
Ein gemeinsames Leitungsteam wird angestrebt. Die Pfarreien behalten Ihre Selbständigkeit.

1997 Pfarrer Klaus Jung, der Umweltpfarrer der Diözese, bezieht das Pfarrhaus. Neben seinen vielfältigen Aufgaben unterstützt er auch Pater Gerhard Heun im Rahmen der Seelsorgeeinheit.

2003 St. Maria feiert sein 50. Kirchweihfest!

2006 Die Pfarrgemeinde St. Maria wird zusammen mit den Pfarrgemeinden St. Johannes Bosco (Hemmingen) und St. Augustinus (Hannover-Ricklingen) zur neuen Pfarrgemeinde St. Augustinus Hannover zusammengelegt. Pater Heun wird in den Ruhestand verabschiedet. Pater Heinz Weierstraß ist der erste Pfarrer der neuen Gemeinde. Wegen der Fusion steht der neuen Gemeinde nur noch eine Gemeindereferentin zu, so muss auch die langjährige Gemeindereferentin Regina Griesmayr die Gemeinde verlassen.