Augen auf... Hinschauen und schützen

Kinder haben das Recht, sich in unserer Gemeinde wohlzufühlen!
Wir arbeiten daran und erbitten Deine Hilfe.
Wenn Du uns dabei unterstützen möchtest, füll einfach
mit Deinen Eltern diesen kleinen Fragebogen aus und gib ihn uns
bis zum 09.03.2019 zurück.

In der Kirche findest Du im Eingangsbereich eine Box zum Einwerfen.
Danke!

Prävention sexualisierter Gewalt - Risikoanalyse

Sexueller Missbrauch ist ein Problem, das die Kirche betrifft, aber auch die gesamte Gesellschaft. Überall dort, wo Kinder vertrauensvoll Nähe, Anerkennung, Unterstützung und Aufmerksamkeit suchen, besteht die Gefahr, dass Vertrauen schutz- oder hilfebedürftiger Kinder und Jugendlicher ausgenutzt wird. Missbrauch geschieht im häuslichen Umfeld, aber auch in Institutionen wie Kindergärten, Schulen, Sportvereinen und Kirchengemeinden.

Im Bistum Hildesheim sind schon erste Schritte eingeleitet worden, um sexualisierte Gewalt an jungen Menschen vorzubeugen und das verloren gegangene Vertrauen in die katholische Kirche wieder aufzubauen. Zahlreiche ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende haben an Fortbildungen teilgenommen. Die ersten Pfarreien haben begonnen, „Institutionelle Schutzkonzepte“ zu entwickeln oder sie bereits umgesetzt.

In unserer Gemeinde muss dieser Schritt jetzt angegangen werden. In den letzten Wochen hat sich daher ein Arbeitskreis gebildet, der sich dieser Aufgabe stellt.

Ziel des Schutzkonzeptes ist es, Missbrauch zu verhindern, klare Verhaltensrichtlinien für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festzulegen und für Kinder

  • eine sichere Atmosphäre zu schaffen,
  • vertrauensvolle Beziehungen zu ermöglichen,
  • eine Kultur des Hinschauens zu entwickeln.

Die Grundlage für das eigentliche Konzept bildet eine Risikoanalyse, wodurch mögliche Gefahrenpotentiale und Schwachstellen in unserer Gemeinde erfasst werden sollen. Zu diesem Zweck hat der Arbeitskreis Prävention auf der Basis von Materialien des Bistums Hildesheim zwei Fragebögen konzipiert. Einen für Kinder, die regelmäßig an Veranstaltungen in den Räumen unserer Pfarrgemeinde teilnehmen (Sternsinger, Erstkommunionkinder, Krippenspieler etc). Dieser wird von den Gruppenleitern an die Eltern der Kinder ausgeteilt und zu Hause gemeinsam besprochen und ausgefüllt. Die andere Version ist für Erwachsene vorgesehen, die in Gruppen und Gremien der Gemeinde aktiv sind.

Jede und Jeder kann etwas tun, damit sich Kinder und Jugendliche in allen Bereichen unserer Kirchengemeinde sicher fühlen. Als christliche Gemeinde sind wir den Betroffenen besonders verpflichtet, für eine Kultur der Aufmerksamkeit Sorge zu tragen. Wir müssen ansprechbar sein und Verantwortung übernehmen. Hinschauen statt Wegschauen - das ist das Motto jeglicher Präventionsbemühungen.

Bitte helfen Sie mit - wir danken es Ihnen herzlich.

Claudia Weske (Arbeitskreis Prävention)