Die Ambulante Hospizarbeit der Malteser
Die Malteser haben ihre Anfänge als Hospitalitätsorden mit der modernen Hospizbewegung verbunden. Aus dieser Ordensgeschichte rührt der Auftrag her, "den Herren Kranken zu dienen“. Die Malteser sehen dies heute als eine besondere Verpflichtung und zugleich als Ausdruck ihrer spirituellen Wurzeln, aus denen heraus die Umsetzung der Hospizidee getragen wird.
Hospizarbeit gründet auf der Idee, durch ganzheitliche Zuwendung einen vertrauten Raum zu schaffen, in dem der Mensch bis zuletzt in Würde leben darf, ohne Angst, dass sein Leben künstlich verlängert oder verkürzt wird. Dies schließt die Hoffnung auf Gesundung ebenso ein wie die Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode.
Die Hospizidee beinhaltet, den schwerstkranken und sterbenden Menschen in seiner physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimension wahr- und anzunehmen. Die Umsetzung dieser Idee ist grundsätzlich an jedem Ort möglich, an dem es Menschen gibt, die die Bedürfnisse des sterbenden Menschen und deren Angehörigen ernst nehmen.
Ein Schwerpunkt der Malteser Hospizarbeit ist die ehrenamtliche ambulante Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen. Sie findet in erster Linie in der häuslichen Umgebung der Betroffenen statt, aber auch z.B. in Krankenhäusern und Alteneinrichtungen.
Zu den Aufgaben der ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen bzw. der hauptamtlichen Hospizkoordinatorin des ambulanter Hospizdienstes St. Augustinus gehören z. B.
- psychosoziale Begleitung und Beratung
- palliativpflegerische und palliativmedizinische Beratung bzw.
- Vermittlung von schmerztherapeutischer Hilfen
- seelsorgerlich-spirituelle Begleitung
- Trauerbegleitung
Die Vorbereitung, Begleitung und Weiterbildung ehrenamtlicher und hauptamtlicher MitarbeiterInnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Malteser Hospizarbeit.